Vorschau: Künstlerporträt
Greti Raffeiner
Als ich 1988 in New York war, besuchte ich dort „nur“ das Solomon Guggenheim Museum, kein Museum in dem Quilts gezeigt wurden, denn von Quilts hatte ich damals noch wenig Ahnung. Ich wusste zwar, was ein Quilt ist, hatte auch schon einige gesehen und sie gefielen mir, aber ich war noch nicht vom Patchworkfieber befallen. Immerhin brachte ich von dieser Reise als Souvenir ein Patchworkbuch mit.
1991 wurde bei unserer Volkshochschule ein Patchworkkurs angeboten und ich nahm daran teil. Ich machte 3 Polsterkissen mit traditionellen Blöcken. Am letzten Kursabend zeigte uns die Kursleiterin einige Dias von einer Ausstellung mit modernen Quilts, dabei erkannte ich die vielseitigen, wunderbaren Ausdruckmöglichkeiten dieser textilen Kunstwerke. Für mich sah ich darin das künstlerische Medium, das ich schon lange gesucht hatte. So nähte ich 1992 meinen ersten Quilt. Einen traditionellen Sampler. Ich musste erst einmal die Technik lernen.
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